02.10.2026
Presse

Eifel-Windpark Tondorf: Offener Austausch mit rund 100 Bürgerinnen und Bürgern

Rund 100 Bürgerinnen und Bürger haben das Informationsangebot zum geplanten Windpark Tondorf genutzt. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Gemeinde Nettersheim, Ortsvorsteher und e-regio Mitte September im Haus Nikolaus informierten sie sich bei einem Infomarkt über das geplante Projekt.

Infomarkt Bürgerveranstaltung EWP Tondorf

Rund 100 Bürgerinnen und Bürger haben das Informationsangebot zum geplanten Windpark Tondorf genutzt. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Gemeinde Nettersheim, Ortsvorsteher und e-regio Mitte September im Haus Nikolaus informierten sie sich bei einem Infomarkt über das geplante Projekt. 

An den Informationsständen zu den Themen Raumordnung und Regionalplanung, Windparklayout und Bauablauf, Immissionsschutz, Umwelt- und Artenschutz sowie Bürgerbeteiligung standen Fachleute von e-regio, Vertreter der Gemeindeverwaltung sowie Bürgermeister Norbert Crump für Fragen zur Verfügung. Die Gespräche verliefen offen und konstruktiv. Neben vielfältigen Fragen wurden auch kritische Aspekte angesprochen und diskutiert. 

„Uns war wichtig, die Fakten transparent darzustellen und Raum für den persönlichen Austausch zu schaffen. Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung gehören unterschiedliche Sichtweisen dazu“, so e-regio Geschäftsleiter Christian Krebs. 

Der geplante Windpark umfasst sieben Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 49 Megawatt. Nach aktueller Prognose können damit jährlich rund 130 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Die Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz liegt bereits vor. Die bauvorbereitenden Maßnahmen sollen im Herbst beginnen. 

Ein zentrales Thema für viele Besucherinnen und Besucher war der Schutz der Anwohnerschaft. Dabei wurde erläutert, dass die gesetzlichen Vorgaben zu Schall, Schattenwurf und Abständen eingehalten werden. Schallimmissionen wurden bereits vor der Genehmigung durch unabhängige Gutachten geprüft. Für den Schattenwurf gelten feste gesetzliche Grenzwerte, deren Einhaltung durch automatische Abschaltungen sichergestellt wird. Zudem kommt eine bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung zum Einsatz, sodass die Beleuchtung der Anlagen nur bei Annäherung eines Flugzeugs aktiviert wird. 

Auch Umwelt-, Wald- und Artenschutz wurden ausführlich thematisiert. Vorgestellt wurden unter anderem Abschaltkonzepte für Fledermäuse und Rotmilane sowie verschiedene Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen. Im Bereich Wald wurde erläutert, dass für den Bau des Windparks rund vier Hektar Bäume entnommen werden müssen. Dem gegenüber steht eine deutlich größere Wiederaufforstung im Umfang von rund sieben Hektar. Als Wiederaufforstungsfläche wird eine aktuell landwirtschaftlich intensiv genutzte Grünlandfläche am Standort der Windenergieanlage TD03 genutzt. Dort sollen überwiegend standortgerechte, klimaresiliente Laubbäume gepflanzt werden, die den heute vielerorts vorhandenen und gegenüber Trockenheit, Stürmen und Schädlingsbefall besonders anfälligen Nadelwald langfristig ersetzen. Unter anderem soll am nahegelegenen Salzbach ein Erlenbruchwald entstehend, in dem zusätzlich der natürliche Gewässerverlauf des Baches wieder hergestellt wird. Ziel ist es, die Eingriffe nicht nur auszugleichen, sondern zugleich einen Beitrag zu einem widerstandsfähigen und zukunftsfähigen Wald in der Gemeinde Nettersheim zu leisten. 

Deutlich wurde im Austausch außerdem der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger, von den wirtschaftlichen Erträgen des Windparks zu profitieren. Die Beteiligung der Kommune sowie Modelle zur finanziellen Bürgerbeteiligung befinden sich derzeit in Vorbereitung. Darüber hinaus verfolgt die Gemeinde die Idee, eine Stiftung zu gründen. Aus den Erträgen des Projekts sollen künftig gemeinnützige Vorhaben und Projekte vor Ort unterstützt werden. 

Wer nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte oder Informationen noch einmal nachlesen möchte, findet sämtliche Inhalte auf der Projektseite von e-regio. Dort werden auch künftig aktuelle Informationen zum weiteren Projektverlauf veröffentlicht. 

Weitere Informationen: e-regio.de/ewp-tondorf

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