ENERGIE.DIALOG 2045: Region RheinEifel als Vorbild für die kommunale Energiewende
Wie gelingt die Energie- und Wärmewende vor Ort, wenn Haushalte angespannt sind, Personalressourcen fehlen und sich Rahmenbedingungen verändern? Mit dieser Frage beschäftigten sich beim vierten ENERGIE.DIALOG 2045 in der Euskirchener Ideenfabrik Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Fachleute aus den Kommunen sowie Vertreter der Energiewirtschaft.
Dabei erhielt die Region ein besonderes Lob aus Berlin. Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), bescheinigte den Kommunen der Region eine Vorreiterrolle: „Sie sind hier weiter als viele andere Regionen in Deutschland. Dass Sie die Energiewende gemeinsam voranbringen, hat Modellcharakter.“

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ENERGIE DIALOG
Von der Planung in die Umsetzung
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Kommunen nach der Wärmeplanung in die Umsetzung kommen. Viele Städte und Gemeinden haben ihre Planungen inzwischen abgeschlossen oder weit vorangebracht. Nun geht es darum, aus Konzepten konkrete Projekte entstehen zu lassen.
„Wir haben heute kein Erkenntnisproblem mehr“, betonte e-regio-Geschäftsführer Stefan Dott. „Die entscheidende Frage lautet: Wie werden wir wirksam?“
Gemeinsam mit Liebing diskutierten Bürgermeisterin Jennifer Meuren aus Blankenheim und Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel aus Rheinbach über Erfahrungen aus der kommunalen Praxis. Dabei wurde deutlich, dass die Energiewende nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance für die kommunale Entwicklung ist.
Energiewende als Chance für die Kommunen
„Wir müssen den Klimawandel bekämpfen und gleichzeitig etwas für den städtischen Haushalt tun“, erklärte Phiesel. Investitionen in die Energiewende könnten dazu beitragen, langfristig eigene Einnahmen zu generieren und die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen zu stärken.
Ein zentrales Ergebnis des Dialogs: Die Herausforderungen der Energie- und Wärmewende lassen sich vielfach besser gemeinsam als allein bewältigen. Kooperationen zwischen Kommunen, abgestimmte Strategien und gemeinsames Lernen von erfolgreichen Beispielen schaffen zusätzliche Handlungsfähigkeit.
Gemeinsam wirksam werden
In zwei Arbeitsforen diskutierten die Teilnehmenden anschließend über konkrete nächste Schritte. Im Fokus standen die Themen Mehrheiten für Zukunftsprojekte gewinnen, wirksam kommunizieren und Maßnahmen vor Ort umsetzen.
Zum Abschluss fasste Stefan Dott die Erkenntnisse des Tages zusammen: „Wir werden wirksam durch Kooperation, Koordination und Kommunikation. Und wir werden wirksam, wenn wir konsequent dranbleiben und die nächsten Schritte gemeinsam gehen.“
Der ENERGIE.DIALOG 2045 bringt regelmäßig Entscheiderinnen und Entscheider aus Kommunen, Energiewirtschaft und Verwaltung aus der Region zwischen Rhein und Eifel zusammen. Ziel ist es, Orientierung zu schaffen, Erfahrungen auszutauschen und die Energie- und Wärmewende in der Region gemeinsam voranzubringen.