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Informationen fr Bauherren

Trinkwasser

Planung von Trinkwasseranlagen

Trinkwasser kann bei langer Stagnationsdauer in der Wasserleitung so beeintrchtigt werden, dass die an das Trinkwasser gestellten Anforderungen nicht mehr erfllt sind. Deshalb muss die Installation hygienebewusst geplant, erstellt und betrieben werden.

Bei der Planung von Trinkwasseranlagen sind die DIN 1988 "Technische Regeln fr Trinkwasser-Installationen (TRWl)", die AVB Wasser sowie die einschlgigen DVGW-Arbeitsbltter einzuhalten. Der Planer/Installateur hat die Anforderungen an die Trinkwasser-Installation auf Basis der vorgesehenen Nutzung zu bercksichtigen. Ihren Wassernetzanschluss knnen Sie in unserem Online-Portal beantragen.

Minimierung von Stagnationszeiten

Zur Minimierung von Stagnationszeiten sollte bei der Planung beachtet werden:

  • mglichst kurze Rohrleitungsfhrung
  • keine berdimensionierung der Rohrquerschnitte
  • Verlegung von Ringleitungen
  • Anordnung der hauptschlich genutzten Entnahmestellen hinter einer seltener benutzten (z.B. am Ende einer Stichleitung)
  • Auslegung der Warmwasserspeicher so klein wie mglich

Materialauswahl fr Trinkwasser-Installationen

Fr Trinkwasser-Installationen sollten nur korrosionsgeschtzte und gtegeprfte Rohre nach DIN EN 1057 und DVGW-Arbeitsblatt GW 392 eingesetzt werden. Falls fr den Bau der Trinkwasser-Installation das Ltverfahren beabsichtigt ist, darf nur das Weichlten verwendet werden. Die Ltfittings mssen der DIN EN 1254-1 entsprechen. Lote sind nach DVGW-Arbeitsblatt GW 2 herzustellen und Flussmittel gem DVGW-Arbeitsblatt GW 7 zu verwenden. Beim Pressverfahren sollten ausschlielich Pressfittings nach DIN EN 1254-7 eingesetzt werden.
Smtliche Arbeiten an der Trinkwasser-Installation sollten ausschlielich vom Fachmann durchgefhrt werden. Wenden Sie sich bitte diesbezglich an einen zugelassenen Installateur.

Druckprobe und Splung

Trinkwasser-Installationen sollen kurzzeitig nach dem ersten Befllen vollstndig in Betrieb genommen werden. Knnen Bereiche der Installation nach der Druckprobe und Splung nicht kurzfristig in Betrieb genommen werden (z. B. verzgerte Inbetriebnahme einzelner Bereiche bei groen Gebuden) oder knnen sie nicht in geflltem Zustand verbleiben (z. B. wegen Frostgefahr), ist die Erstbefllung zu unterlassen und eine trockene Dichtigkeitsprfung vorzunehmen (DIN 1988-7).

Betrieb der Anlagen

Zur Sicherstellung der Funktionsfhigkeit und Betriebssicherheit mssen Trinkwasser-Installationen nicht nur bestimmungsgem gewartet, sondern auch betrieben werden. Bestimmungsgemer Betrieb bedeutet vor allem, dass alle Installationsbereiche regelmig durchstrmt, d.h. genutzt werden.

  • Zur Sicherstellung einer jederzeit einwandfreien Beschaffenheit des Trinkwassers sollte an allen Zapfstellen regelmig Trinkwasser entnommen werden.
  • Trinkwasseranlagen, die nicht innerhalb von vier Wochen nach ihrer Fertigstellung in Betrieb genommen oder lnger als sechs Monate nicht benutzt werden, sind in beflltem Zustand zu belassen und am Hausanschluss abzusperren. Vor der Inbetriebnahme sind die Leitungen grndlich zu splen.
  • Es ist zu bercksichtigen, dass bei lngerer Abwesenheit das Wasser in der gesamten Anlage stagniert. Dieses Stagnationswasser darf nicht zur Zubereitung von Speisen und Getrnken verwendet, sondern sollte anderweitig genutzt werden.
  • Bei Leitungen (z. B. zu Gstezimmern, Nebengebuden und Garagen etc.), die nur gelegentlich benutzt werden, ist mindestens monatlich ein Wasserwechsel vorzunehmen.
  • Stillgelegte Leitungsabschnitte sind von der brigen Installation rckflusssicher abzutrennen. Die Trennung sollte in unmittelbarer Nhe der durchflossenen Leitung erfolgen.

In der Inbetriebnahme-Vorschrift und im Einweisungsprotokoll ist der Betreiber schriftlich auf die Wartung der Anlage hinzuweisen. Darber hinaus ist es empfehlenswert, zur Gewhrleistung einer einwandfreien Trinkwasser-Beschaffenheit, auf eine regelmige Entnahme von Trinkwasser an allen Entnahmestellen hinzuweisen.

Regenwasser im Haushalt nutzen

Grundstzlich ist es mglich, Regenwasser als Brauchwasser im Haushalt zu nutzen, beispielsweise fr die Splung der Toilette. Regenwasser kann jedoch gesundheitlich bedenklich sein. Um hygienische Risiken auszuschlieen, ist Regenwasser nicht als Trinkwasser geeignet und darf laut der Trinkwasserverordnung auch nicht zum Waschen von Wsche benutzt werden. Eine strikte Trennung zwischen den Leitungen fr Regenwasser und Trinkwasser ist unbedingt ntig, um die Qualitt des Trinkwassers nicht zu gefhrden. Damit wir dies sicherstellen knnen bitten wir Sie, die Errichtung einer Regenwassernutzungsanlage bei uns zu beantragen. Wir haben in einem Merkblatt alle Informationen rund um die Voraussetzungen fr den Betrieb zusammengestellt.

Merkblatt und Antrag fr die Errichtung einer Regenwassernutzungsanlage

Legionellen vorbeugen – Pflichten fr Gebudeeigentmer und Gebudeverwalter

Seit dem 01.11.2011 sieht die Trinkwasserverordnung vor, dass Hausbesitzer von Gebuden mit groen Warmwassersystemen (Groanlagen) ihre Anlagen dem Gesundheitsamt anzeigen und ihr Warmwasser regelmig auf Legionellen untersuchen lassen.

Vermieter von Wohngebuden und von gewerblichen Objekten mssen den Bestand ihrer Warmwasseranlage dem Gesundheitsamt unverzglich anzeigen, wenn es sich um eine „Groanlage" nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik handelt, d.h. der zentrale Trinkwassererwrmer mehr als 400 Liter und/oder die Rohrleitung vom zentralen Trinkwassererwrmer bis zur Entnahmestelle mehr als drei Liter Volumen fast. Ausgenommen sind Ein- und Zweifamilienhuser.

Einmal jhrlich ist das Warmwasser an mindesten drei Probestellen (Vorlauf/Rcklauf/weitest entfernte Dusche/ bei Grogebuden am Ende jedes Steigstranges) durch ein zugelassenes Trinkwasserlabor auf Legionellen untersuchen zu lassen. Wird der in der Trinkwasserverordnung festgelegte „technische Manahmenwert" von 100 Legionellen/100ml erreicht oder berschritten, muss das Gesundheitsamt unverzglich informiert werden, bei Unterschreitung innerhalb von zwei Wochen. Das Gesundheitsamt kann dann den Betreiber anweisen, sptestens innerhalb von 30 Tagen eine berprfung vorzunehmen und auf der Basis der Ergebnisse Manahmen zur Abwehr von Gesundheitsgefahren und zur Sanierung der Anlage anordnen.

Abwasserentsorgung

Schutz vor Rckstau im Kanalsystem

Grundstzlich muss fkalienhaltiges Schmutzwasser, das unterhalb der Rckstauebene anfllt, ber eine automatisch arbeitende Abwasserhebeanlage der Kanalisation zugefhrt werden. Dies ist der wirksamste Rckstauschutz. Fr das restliche, unterhalb der Rckstauebene anfallende husliche Schmutzwasser reicht der Einbau einer automatischen Rckstauklappe.

Die installierten Rckstausicherungen sollten mindestens zweimal pro Jahr berprft und gewartet werden. Achten Sie auch auf die ordnungsgeme Ableitung Ihres Regenwassers. Regenrohre mssen zwischen Kanalisation und der Rckstausicherung angeschlossen werden. Ansonsten kann es trotz eingebauter Rckstausicherung durch Ihr falsch angeschlossenes Regenwasser zur Kellerberflutung kommen.

Diese Information kann nur einen allgemeinen berblick zum Schutz gegen Rckstau geben. Die genauen technischen Vorschriften, insbesondere die DIN 1986, kennen die Sanitrfachbetriebe. Diese beraten Sie gerne und stehen auch fr individuelle Problemlsungen zur Verfgung.

Herstellung eines Abwasserhausanschlusses

Alle Informationen rund um die Entwsserung Ihres Grundstcks, die Hausanschlussleitung, Antragstellung, Kosten und Gebhren, Sicherheitsvorkehrungen sowie die Niederschlagsbeseitigung finden Sie in unserem Merkblatt zum Abwasserhausanschluss. Den Anschluss an das Abwassernetz in Alfter knnen Sie, auf Wunsch gleichzeitig mit Ihrem Netzanschluss fr Gas und Wasser, in unserem Online-Portal beantragen.

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