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Ukrainekrise: Energiepreise und Gasversorgung

Der Krieg in der Ukraine ist eine Tragödie für die betroffenen Menschen. Unser Mitgefühl gilt allen, deren Leben in Gefahr ist und die um das Leben ihrer Familien und Freunde fürchten müssen. 

Die politischen Auswirkungen treffen auch die Menschen in Deutschland: Gas ist ein knappes Gut geworden. Wir alle müssen uns darauf vorbereiten, dass es zu Einschränkungen kommen kann. Aktuell läuft die Versorgung jedoch normal. 

Wir nehmen Ihre Sorgen ernst

Wir können gut verstehen, dass der Krieg in der Ukraine und die Auswirkungen auf viele Lebensbereiche, nicht zuletzt die steigenden Preise und die Frage, ob weiter Erdgas aus Russland geliefert wird oder nicht, Sie verunsichern.  

Wir sind auch in diesen Zeiten für Sie da. Hier haben wir einige Informationen für Sie rund um die Themen Preisentwicklung, Energiemarkt, Grund- und Ersatzversorgung sowie Versorgungssicherheit und Umstellung von L-Gas auf H-Gas zusammengestellt. Bei Fragen hilft Ihnen auch unser Kundenservice gerne weiter. 

FAQ Energiemarktkrise

Preise / Markt

Welche Preise gelten für Gas und Strom ab 1. September?

Zum 1. September steigen die Preise der Grundversorgung für Gas und Strom. In der Erdgas-Grundversorgung steigen die Preise zum 1. September 2022 für einen Standardverbrauchshaushalt um 2,90 Ct/kWh brutto auf 12,42 Ct/kWh brutto. Die Preise der Grundversorgung Strom steigen zum 1. September um 5,34 Ct/kWh brutto auf 30,35 Ct/kWh brutto. Bereinigt um den Effekt der EEG-Umlage handelt es sich dabei um eine Preissteigerung von 0,91 Ct/kWh brutto.  

Unsere Grundversorgungstarife liegen damit jedoch weiterhin unter den Preisen vieler Versorger im Wettbewerb. Hier können Sie die Preise noch einmal im Detail nachlesen:

Preisblatt Gas

Preisblatt Strom

Auch die Preise für Kundinnen und Kunden mit Sondertarifen steigen. Da dabei individuelle Konditionen gelten, können wir keine allgemeinen Angaben zur Preissteigerung in diesen Tarifen machen. Alle Kundinnen und Kunden erhalten frühzeitig ein individuelles Anschreiben und können zusätzlich ihren aktuellen Preis im Kundenportal einsehen.

Wir beobachten kontinuierlich die Lage und werden unsere Preise wieder senken, wenn das Marktgeschehen es zulässt. 

 

Strom: Warum steigt der Preis trotz Senkung der EEG-Umlage?

Zum 1. Juli wurde die EEG-Umlage auf Null gesetzt. Die Senkung haben wir in vollem Umfang an unsere Stromkunden weitergegeben und die Preise um 4,43 Ct/kWh brutto gesenkt. Leider gleicht die Senkung die gestiegenen Beschaffungskosten nicht voll aus, sodass wir zum 1. September eine Erhöhung durchführen müssen.

Mehr Infos zur Senkung der EEG-Umlage

 

Warum wurde der Abschlag erhöht?

Um hohe Nachzahlungen bei der nächsten Jahresverbrauchsabrechnung zu vermeiden, haben wir die monatlichen Abschläge mit der Preiserhöhung angepasst. Kunden, die uns keine Einzugsermächtigung erteilt haben, raten wir ihren Abschlag im Kundenportal selbst anzupassen. Gerne hilft Ihnen auch unser Kundenservice weiter. Senden Sie uns eine E-Mail an kundenservice@e-regio.de oder rufen Sie uns an unter 02251 708-708.   

 

Kann ich von der Grundversorgung in einen günstigeren Sondertarif wechseln?

Vor der Energiemarktkrise war das kein Problem. In der Regel waren unsere Sondertarife für Kunden preislich attraktiver als die Grundversorgung. Aktuell haben wir leider keinen alternativen, günstigeren Tarif im Angebot. Grund ist die völlig veränderte Beschaffungssituation. Die Energiemengen für Sondertarife müssten wir auch zu den aktuellen Preisen einkaufen, sodass sich kein Preisvorteil ergeben würde. Aktuell liegen unsere Grundversorgungstarife jedoch oft unter den Preisen vieler Versorger im Wettbewerb. 

 

Ich möchte zu e-regio wechseln, bieten Sie auch für Neukunden noch Tarife an?

Sie finden bei uns immer einen Tarif für die Grund- und Ersatzversorgung in den Gebieten, in denen wir als Grundversorger tätig sind. Aufgrund der aktuell sehr volatilen Preisentwicklung an den Beschaffungsmärkten kann es vorkommen, dass wir unsere Sondertarife zeitweise aussetzen. Sobald die Beschaffungssituation es wieder zulässt, bieten wir diese Tarife wieder an. In unserem Tarifrechner informieren wir aktuell, ob wir Ihnen einen Sondertarif anbieten können. 

- Strom-Grundversorgung  
-  Erdgas-Grundversorgung 

 

Ich habe noch eine Preisgarantie, bekomme ich trotzdem eine Preiserhöhung?

Wenn Ihr Vertrag eine Preisgarantie umfasst, sind die darunterfallenden Preisbestandteile natürlich von einer Preiserhöhung ausgeschlossen. Nur steigende Umlagen oder Steuern, z.B. wenn die Mehrwertsteuer steigen sollte, dürfen wir auch während des Preisgarantiezeitraums weiterreichen.

Details finden Sie unter Ziffer 6 unserer Gas-Lieferbedingungen

Details unter Ziffer 6 unserer Strom-Lieferbedingungen

Sollte jedoch eine erhebliche Reduzierung der Gasimporte eintreten, müssen die Versorger zu hohen Preisen Ersatzbeschaffungen durchführen. Unter diesen Umständen kann ein gesetzliches Preisanpassungsrecht greifen (§ 24 EnSiG). In diesem Fall könnten Versorger trotz Preisgarantie Preise erhöhen. Auch eine Umlage ist im Gespräch. Aktuell erarbeitet das Wirtschaftsministerium hierzu eine Verordnungsermächtigung, gemäß §26 EnSiG.

Derzeit ist das Preisanpassungsrecht nicht aktiv. Die Bundesregierung muss es im Bedarfsfall in Kraft setzen.

 

Mein Energieversorger ist insolvent oder will mich nicht mehr beliefern. Was muss ich machen?

Sie sollten sich einen neuen Energielieferanten suchen. Finden Sie keinen neuen Lieferanten oder stellt der bisherige Versorger die Lieferung sofort ein, ist Ihre Versorgung trotzdem sichergestellt. Wir springen als örtlicher Grundversorger dann mit einer Ersatzversorgung ein. Dazu sind wir sogar gesetzlich verpflichtet.  

Wir gewährleisten Ihnen die Ersatzversorgung für maximal drei Monate. Spätestens dann sollten Sie einen neuen Liefervertrag abgeschlossen haben. Wenn Sie ohne ausdrücklichen Vertragsabschluss weiter Energie entnehmen, kann ein Grundversorgungsvertrag zustande kommen. Sie gehen dann nahtlos von der Ersatzversorgung in die Grundversorgung über, der Preis bleibt gleich. 

Lediglich die Ersatzversorgung für Nicht-Haushaltskunden (Gewerbe) mit einem Verbrauch von mehr als 10.000 kWh unterscheidet sich. 

Sobald wir erfahren, dass Sie in die Ersatzversorgung fallen, erhalten Sie Post von uns. 

In diesen Gebieten fangen wir Sie auf, wenn Sie keinen Liefervertrag für Strom oder Gas (mehr) haben:  
-    Strom-Grundversorgung  
-    Erdgas-Grundversorgung

 

Haben Gewerbekunden Anspruch auf eine Ersatzversorgung?

Gewerbekunden, die aus dem örtlichen Niederspannungs- oder Niederdrucknetz versorgt werden, haben ebenfalls einen gesetzlichen Ersatzversorgungsanspruch für drei Monate. Spätestens dann sollten sie einen neuen Liefervertrag geschlossen haben. Wenn Sie nicht mehr als 10.000 kWh Strom oder Gas im Jahr verbrauchen, kommt durch die weitere Energieentnahme aus dem Netz ein Grundversorgungsvertrag mit uns zustande. Wer als Gewerbekunde mehr als diese Menge verbraucht, sollte sich unbedingt mit uns in Verbindung setzen, damit auch nach den drei Monaten die Versorgung sichergestellt ist. Für die Gas-Ersatzversorgung von Gewerbekunden gelten ab 10.001 kWh Jahresentnahme separate Preise.  

Gewerbekunden im Bereich Mittelspannung (Strom) und Mitteldruck (Erdgas) haben keinen gesetzlichen Ersatzversorgungsanspruch. Sie müssen sich bei einer Insolvenz ihres Lieferanten selbst unverzüglich einen neuen Lieferanten suchen, da es ansonsten zu einer kurzfristigen Sperrung des Zählers durch den Netzbetreiber kommen kann. Sind Sie betroffen? Wir beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten der Versorgung. 

 

Warum steigen aktuell die Preise an den Energiemärkten so stark und damit auch die Endkundenpreise?

Die Folgen des Krieges in der Ukraine werden auch hierzulande an immer mehr Stellen spürbar. Vieles wird teurer. Seit Monaten müssen auch wir Energie zu immer höheren Preisen einkaufen, eine Entspannung ist nicht in Sicht. Im Gegenteilt: Die Drosselung der Pipeline Nord Stream 1 und die Ausrufung der Alarmstufe des Notfallplans Gas haben die Preise weiter in die Höhe getrieben. An den Energie-Börsen haben sich die Preise im Vergleich zurzeit vor der Krise zeitweise sogar verdreifacht. Solche extremen Preissprünge können wir für Sie bis zu einem gewissen Grad abfedern, denn wir kaufen in vielen kleinen Schritten über einen langen Zeitraum ein. Die Beschaffungspreise befinden sich nun jedoch dauerhaft auf einem so hohen Niveau, dass eine Preiserhöhung leider unumgänglich ist.  

 

Welche Ursachen sorgen schon seit Herbst 2021 für steigende Energiepreise?

Schon seit Herbst 2021 bedingt ein Mix aus verschiedenen Ursachen den starken Anstieg der Energiepreise in Deutschland, Europa und weltweit. Nach der Coronakrise hat sich die weltweite Konjunktur schnell erholt. Es wird wieder mehr produziert und die Nachfrage, insbesondere nach Erdgas, ist wieder stark angestiegen. Der kalte und lange vorherige Winter und der vermehrte Einsatz von Gaskraftwerken zur Stromproduktion haben zudem für sehr niedrige Stände in den deutschen Gasspeichern gesorgt. Die Entwicklung der Gaspreise hat auch Auswirkungen auf die Strompreise. Denn: Gas wird auch für die Stromerzeugung eingesetzt.

Durch den Krieg in der Ukraine hat sich die Situation an den Märkten nochmals verschärft. Energie, insbesondere Erdgas und Öl, ist in dem Konflikt zu einem Druckmittel geworden. Entsprechend nervös reagieren die Märkte auf jede Veränderung.

Um zu verhindern, dass im Winter Gas knapp wird, werden aktuell die Gasspeicher befüllt. So ist in diesem Jahr auch im Sommer die Nachfrage hoch, was zusätzlich auf die Beschaffungspreise wirkt. 

 

Wie federt e-regio durch die Einkaufspolitik Preissprünge ab?

Wir verfolgen eine langfristige Beschaffungsstrategie. Wir kaufen Energie in vielen kleinen Schritten über einen langen Zeitraum ein. Das macht uns unabhängiger vom sogenannten „Spotmarkt“, an dem Energiemengen kurzfristig eingekauft werden und der aktuell besonders teuer ist. Hohe Preise in einem kurzen Zeitraum beeinflussen dann weniger stark die durchschnittlichen Beschaffungskosten. Da die Preissteigerungen jedoch immens sind lassen sie sich nicht mehr gänzlich ausgleichen. Das Preisniveau ist dauerhaft auf einem viel höheren Niveau als früher. Deshalb müssen wir unsere Tarife daran anpassen. Das ist nicht nur bei uns, sondern bei allen Versorgern so. Aktuell liegen unsere Tarife jedoch oft unter den Preisen vieler Versorger im Wettbewerb. 

 

Wie entwickeln sich die Preise weiter?

Das hängt davon ab, wie es mit den Gaslieferungen aus Russland weitergeht und wie schnell Alternativen zur Verfügung stehen, zum Beispiel durch Gaslieferungen aus anderen Regionen oder den Ausbau der LNG-Terminals. Wir gehen jedoch davon aus, dass das Preisniveau über den kommenden Winter hinaus hoch bleibt. Im Falle eines Gasmangels ist mit weiter steigenden Preisen zu rechnen.

Durch unsere Einkaufspolitik können wir die Preisspitzen für die Endverbraucher zumindest abfedern. Die Steigerungen, die wir jetzt am Markt sehen, sind jedoch in den Endkundentarifen noch nicht vollständig eingepreist und kommen verzögert bei den Kunden an. Die Menschen sollten sich deshalb auf weiter steigende Preise einstellen.

 

Wie kann ich meinen Energieverbrauch senken? 

Wenn Sie weniger Energie verbrauchen, hilft Ihnen das nicht nur, Geld zu sparen. Gleichzeitig leisten Sie einen Beitrag für die Unabhängigkeit und die Sicherheit der Versorgung. Wir haben für Sie Energiespartipps zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen, Erdgas, Strom und Wasser einzusparen. 

Noch mehr Tipps bietet das Bundeswirtschaftsministerium.

 

Versorgungssicherheit

Ist die Versorgung mit Erdgas in der Region sicher?

Die Versorgung mit Erdgas funktioniert aktuell normal. Wir kaufen Erdgas an den Börsen ein. Wir sind in ständigem Austausch mit unseren Vorlieferanten, die uns stabil beliefern und die benötigten Mengen in unser Netz einspeisen. 

Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einem Lieferstopp von russischem Gas kommt. Dann greifen zunächst viele Maßnahmen, um die Versorgung aufrecht zu halten.

Sollte es dennoch zu Einschränkungen kommen, greifen die Pläne des sogenannten „Notfallplans Gas“, bei denen zunächst der Verbrauch großer Industrieanlagen oder anderer abschaltbarer Gewerbeanlagen gedrosselt werden. Private Haushalte, aber auch Einrichtungen wie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sind vom Gesetzgeber als besonders schützenswert eingestuft und haben Vorrang bei der Versorgung.

 

Welche Maßnahmen greifen, wenn die Liefermengen stark zurückgehen?

Auch wenn die Liefermengen von russischem Gas zuletzt zurückgegangen sind und die Alarmstufe des Notfallplans Gas ausgerufen wurde, gibt es in unserem Netz aktuell keinen Versorgungsengpass. Selbst wenn Russland die Belieferung einstellt, heißt das nicht, dass von heute auf morgen gar kein Gas mehr zur Verfügung steht. Es greifen zunächst verschiedene Maßnahmen, um die verfügbare Gasmenge zu erhöhen, z.B. die Nutzung von Mengen aus Speichern. Manche Industriekunden können auf andere Energieträger ausweichen und haben mit ihrem Netzbetreiber Abschaltmöglichkeiten vereinbart. Außerdem kann Gas aus anderen Regionen zugekauft werden. Deutschland ist Teil eines europäischen Erdgas-Versorgungssystems, in dem sich die EU-Staaten im Bedarfsfall gegenseitig unterstützen.

Aktuell laufen auf Bundesebene viele vorbereitende Maßnahmen, um die Abhängigkeit von russischem Gas weiter zu reduzieren. Gas wird aus anderen Ländern bezogen, es kommt beispielsweise mehr Flüssiggas (LNG) nach Deutschland. Auch die Befüllung der Gasspeicher läuft und Kohlekraftwerke können für die Stromproduktion einspringen.

 

Was bedeutet die Ausrufung der Alarmstufe des Notfallplans Gas für die Region?

Am 23.06. hat Bundeswirtschaftsminister Habeck die Alarmstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Die Ausrufung der Alarmstufe hat für Kunden keine direkte Auswirkung. Die Versorgung läuft aktuell normal weiter. Die Alarmstufe ist die zweite von drei Eskalationsstufen des Notfallplans Gas.

Grund für die Ausrufung der Alarmstufe ist nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums die seit dem 14. Juni 2022 bestehende Kürzung der Gaslieferungen aus Russland und das weiterhin hohe Preisniveau am Gasmarkt. Zwar sind die Gasspeicher bereits stärker gefüllt als im Vorjahr. Doch sollten die russischen Gaslieferungen nicht wieder hochgefahren werden, ist ein Speicherstand von 90 Prozent bis Dezember kaum mehr ohne zusätzliche Maßnahmen erreichbar. Damit liegt aktuell eine Störung der Gasversorgung vor. Gas ist ein knappes Gut.

Seit dem 30.März befand sich Deutschland bereits in der Frühwarnstufe des Notfallplans Gas. Dabei handelte es sich um eine Vorsorgemaßnahme, um die Versorgungslage laufend zu analysieren und zu bewerten. So sollen, wenn nötig, Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit ergriffen werden können. Dazu wurde auf Bundesebene ein Krisenstab eingesetzt.

Mehr Informationen zu den verschiedenen Stufen des Notfallplans Gas.

 

Welche Vorbereitungen trifft e-regio?

Falls die Belieferung aus Russland tatsächlich ausbleibt und es in der Folge zu Engpässen kommen sollte, ist e-regio darauf eingestellt.

Schon während der Frühwarnstufe haben wir viele organisatorische Vorbereitungen getroffen: Wir haben ein Krisenteam zusammengestellt und spielen verschiedene Szenarien durch. Der Bundesnetzagentur haben wir viele Daten zu unseren größten Abnehmern und den benötigten Mengen zur Verfügung gestellt, denn sie wird im Falle einer Mangellage entscheiden, wo Einschränkungen vorgenommen werden müssen. Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Industriekunden und den Marktbeteiligten.

 

Woher kommt das Erdgas im Netz von e-regio?

Wir beschaffen Erdgas am Großhandelsmarkt in Deutschland. Die dort gehandelten Mengen haben keine Kennzeichnung, aus welchen Quellen sie stammen. Ob gerade russisches, norwegisches oder amerikanisches Gas durch die Leitung fließt, können wir als Energieversorger nicht beeinflussen. Die bedarfsgerechte Regelung der Mengen in unser Netz, aber auch in die anderen Verteilnetze in Deutschland erfolgt durch eine übergeordnete Stelle. 

 

Umstellung von H-Gas auf L-Gas

Wird die Umstellung auf H-Gas aufgrund der aktuellen Liefersituation verschoben?

Nein. Wir verstehen, dass die Umstellung auf H-Gas im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine zu vielen Fragen führt. Die Erdgasumstellung ist ein von der Bundesregierung beschlossenes Infrastrukturprojekt, das wir als Netzbetreiber umsetzen müssen und das unverändert fortgesetzt wird. Die Einzelheiten regelt das Energiewirtschaftsgesetz.

 

Ich möchte lieber L-Gas behalten, warum geht das nicht?

Das Erdgas, mit dem Sie aktuell noch versorgt werden (L-Gas), stammt zum Teil aus Quellen in den Niederlanden. Da die Förderung dort eingestellt wird, wird es hierzulande schrittweise durch Erdgas in H-Gas-Qualität ersetzt, das vor allem aus Norwegen und – zumindest aktuell noch – aus Russland stammt. Bis 2030 soll bundesweit nur noch Erdgas der Qualität H angeboten werden. Die Umstellung von L-Gas auf H-Gas erfolgt für ein ganzes Netzgebiet. Ihr Wohnort wird in absehbarer Zeit nicht mehr mit L-Gas versorgt, es fließt nur noch H-Gas durch die Leitungen. 

 

Kann man sicherstellen, dass das H-Gas nicht aus Russland kommt?

Ob gerade russisches, norwegisches oder amerikanisches Gas durch die Leitung fließt, können wir als Energieversorger nicht beeinflussen. Das Erdgas wird an den Börsen beschafft. Die dort gehandelten Mengen haben keine Kennzeichnung, aus welchen Quellen sie stammen. Die bedarfsgerechte Regelung der Mengen in unser Netz, aber auch in die anderen Verteilnetze in Deutschland, erfolgt durch eine übergeordnete Stelle. Die Bundesregierung strebt eine Unabhängigkeit von russischen Energielieferungen an. Wie sich H-Gas zukünftig zusammensetzt, können wir heute noch nicht sagen. 

 

Was passiert, wenn ich meine Geräte nicht umstellen lasse?

Wenn Sie Ihre Heizung oder andere Erdgasgeräte weiter sicher betreiben möchten, ist eine technische Anpassung Ihrer Geräte unbedingt nötig. Ohne diese Anpassung ist die Sicherheit nicht mehr gewährleistet und Ihr Anschluss kann schlimmstenfalls gesperrt werden. 

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